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Eure Meinung zum Spiel
#21
Also, was mag ich und was mag ich nicht?

Zu erst einmal, was ich besonders gelungen finde:

Dschinns: So etwas wie das Dschinnsystem habe ich bisher in noch keinem Spiel gesehen. Besonders gut daran finde ich, dass es einfach unzählige Kombinationsmöglichkeiten bietet, und zwar nicht nur außerhalb des Kampfes bei der Teamzusammenstellung, da das Einsetzen von Dschinns im Kampf vor allem im Bereich der Psynergy zu gravierenden Veränderungen führen kann - wenn man nicht aufpasst, kann der Hauptheiler dann auf einmal nicht mehr heilen, und dann guckt man dumm aus der Wäsche.

Kampfsystem: Natürlich gibt es das bei vielen Spielen, aber mittlerweile wird ein stinknormales, rundenbasiertes Kampfsystem einfach immer seltener. Mit diesen ganzen "Action-RPGs" kann ich mich nicht wirklich anfreunden, ich überdenke lieber meine Züge und ändere auch gern noch einmal meine Aktionen, wenn mir beim dritten Charakter auf einmal auffällt, dass es sinnvoller ist, den heilen zu lassen statt des ersten.

Rätsel: Wie ich sie liebe. Smile In ihrer Vielfalt bei GS einfach unvergleichlich, und durch den Psynergy-Einsatz auch recht innovativ. Natürlich sind sie meistens recht einfach, aber irgendwie machen sie dann doch immer wieder richtig Laune und binden einen ans Spiel.

Story/Philosophie: Im ersten Teil noch eher im Hintergrund, ist im zweiten Teil umso interessanter, wie die Grenzen zwischen Gut und Böse einbrechen und man zeitweise ins Grübeln kommt, wer "im Recht" ist. Man ist sich die ganze Zeit des Risikos bewusst, das man durch das Entzünden der Leuchttürme eingeht, aber das nimmt man in Kauf. Manchmal scheinen die Hauptcharakter nicht nur ihre Gegenüber, sondern auch den Spieler von der Rechtschaffenheit ihrer Mission überzeugen zu wollen.

Dungeons: Irgendwie finde ich die Dungeons bei GS einfach deutlich besser aufgebaut als bei anderen Spielen. Eigentlich sind sie allesamt ziemlich linear, aber trotzdem hat man immer das Gefühl, sich langsam durch ein Labyrinth vorzuarbeiten, indem man auch aus anderen Winkeln in vorherige Räume zurückkehrt und so weiterkommt, usw. Die Dungeons sind genau so aufgebaut, dass man sich in der Regel nicht verläuft, aber trotzdem genug Raum da ist, um auf Erkundungstour zu gehen und Schätze und Dschinns zu finden, die abseits des normalen Wegs liegen.


Jetzt aber auch zur Kritik (auch wenn die Liste vermutlich deutlich kürzer wird als die erste):

Psynergy: "Buff-" und Heil-Psynergy sind natürlich so gut wie immer von Nutzen, aber Angriffspsynergy verwende ich eigentlich höchst selten, und dann auch nur, weil ich gerade nichts Besseres mit dem Charakter zu machen weiß, oder weil ich die Animation mag. Natürlich sollen Dschinns das Zentrum des Kampfsystems bilden, aber so ganz sinnlos sollte Psynergy dann doch nicht sein. Zwinker

Charaktere: Garet ist hier das Parade-Beispiel - und zwar negativ. Es nervt einfach, wenn ein guter Charakter aus dem eigenen Team teilweise so unglaublich dumm ist. ("Aber es war doch meine Idee, Hsu retten zu gehen, nicht wahr, Isaac?" -.-) Über andere Charaktere wiederum erfährt man einfach zu wenig, oder sie profilieren sich einfach nicht. Dass Cosma ein Mysterium bleiben soll, ist wohl so gewollt, aber ich könnte sie nach dem Spiel nicht einmal auf persönlicher bzw. sozialer Ebene einordnen. Das gleiche mit Mia.

Bösewichte: Hier stechen vor allem Dinaria und Hagartio ins Auge. Hagartio ist einfach nur... dumm. Dinaria ist durchgängig übermäßig aggressiv, drängt Felix immer und nervt hinterher einfach nur noch. Alex ist am Anfang noch eine recht interessante Persönlichkeit, wird gegen Ende aber auch immer nerviger und vor allem unnachvollziehbarer. Saturos und Menardi sind ganz okay, aber die Szene auf dem Merkur-Leuchtturm, die nach dem Kampf gegen Saturos stattfindet, stößt wieder etwas negativ auf.
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#22
Zitat:Dass Cosma ein Mysterium bleiben soll, ist wohl so gewollt, aber ich könnte sie nach dem Spiel nicht einmal auf persönlicher bzw. sozialer Ebene einordnen. Das gleiche mit Mia.
Das dahcte ich auch! Als Cosma am Ende vom Venus-Leuchtturm fällt, und es ja eigentlich ne dramatische Szene sein sollte, dachte ich mir.. "Ja.. ok.. wer bist du? Habe ich dich überhaupt schonmal getroffen?". Hat mich dann auch null gerührt.^^

Achja was mich auch genervt hat: Die Dialoge. Ich hatte es ja schonmal gesagt, aber hat sich einfach großteils durchs Spiel gezogen. Viele DIaloge sind unnötig und einfach in die Länge gezogen. Ein Beispiel hierfür ist z.B. das Gespräch mit den verwundeten Soldaten in Sulhalla. Man weiß doch, dass man durch die Wüste muss, aber nein, ständig wird man noch aufgehalten, und es kommt ein sinnloser Satz, den man eh skippt, nach dem andern... Das Storytelling war echt nicht der Glanzpunkt im Spiel. Ich bin großteils echt relativ unmotiviert von einem Ort zum nächsten gelaufen.

Ich erhoff mir aber deutlich mehr vom zweiten Teil, hehe.
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#23
Naja, im Gespräch mit den verwundeten Soldaten erfährt man ja, wie man die Wirbelstürme passieren kann. Aber ich persönlich finde das zweite Spiel auch noch deutlich besser als das erste. Zwinker (habe bei meinem vorherigen Beitrag wohl auch nicht mehr so ganz daran gedacht, dass das hier nur für Teil 1 ist :P)
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#24
Na, dann geb ich auch mal freudig meinen Senf dazu Lachen

Da ich Golden Sun 1 noch nie durchgespielt habe kann ich dazu nichts sagen, dementsprechend sollten alle Punkte meiner Argumentation ausschließlich auf den zweiten Teil bezogen werden.


An Golden Sun hat mich vor allem die Geschichte bei der Stange gehalten. Damals hatte ich den ersten Teil nicht gespielt, ein Problem war das ehrlich gesagt überhaupt nicht. Dass es überhaupt einen Vorgänger gibt, wurde mir ungefähr 2 Jahre später erst bewußt Lachen
Ich fand die Geschichte damals recht ansprechend und spannend. Die Charaktere haben mir sehr gefallen, vor allem Kraden, als "alten Sack" hat der Atmosphäre keinen Abbruch getan, sondern die kleinen Wortgefechte mit anderen Personen waren sehr unterhaltsam. Die Bösewichte waren mit knapp 12 auch noch richtig fiese Halunken, ein Freundensschrei, als ich ihnen die Hucke vollgehauen hatte, ließ sich kaum vermeiden Lachen
Alex war einfach nur abgefahren Lachen Lieblingsbösewicht.
Und ich war echt geschockt, als nach Tridesastros auf einmal 3 Menschen daniederlagen und mit dem Tod rangen, oder Tod waren? Was solls Lachen
Die Geschichte hat mich auf jeden Fall mitgerissen und zumindest damals nicht eintönig gewirkt.

Die Grafik ist wirklich schön - besonders die Kampfeffekte - , war für mich jedoch nicht unbedingt ausschlaggebend. (Grandia 2 beispielsweise hat für heutige Maßstäbe eine grottige Grafik, Spaß gemacht hats trotzdem und wie!)
Ebenfalls nicht sofort aufgefallen ist mir der durchweg hohe Standard was den Sound angeht. Kadano hat eigentlich alles dazu gesagt, die Musik ist einsame Spitze und scheint wirklich immer zu passen.
Einzig der Schwierigkeitsgrad ist ein Wermutstropfen, denn wenns schon mit 12 zu leicht ist, wirds mit 17 wohl fast lächerlich einfach sein. Ein Grund dafür, dass man 80% der Psynergien gar nicht benötigt, lediglich Heilen und Verstärken der Charaktere sind gelegentlich von Nöten. Den Rest machen Entfesselungen, Dschinns und deren Beschwörungen.


Summa summarum: Einziger Kritikpunkt ist für mich der lasche Anspruch des Spiels, denn bis auf die optionalen Endgegner fordert das Spiel kaum und selbst hier gibt es riesige Unterschiede. Weil das aber mein einziger Kritikpunkt ist, finde ich die Wertungen durchaus berechtigt. Golden Sun (zumindest Teil 2.) ist neben FF: Tactics, ToS und dem vierten Teil der FF Saga eines meiner absoluten Lieblingsspiele und spielt definitv ganz oben in der Liga der besten Rollenspiele aller Zeiten mit.

Edit: Da ich das Spiel mit 12 durchgezockt habe und sich somit Erwartungen, Einschätzungen und dergleichen stark im Laufe der Jahre verändert haben könnten, werde ich mich bemühen, es noch einmal durchzuspielen.
"Englisch mag die Sprache der Welt sein, aber Deutsch ist die Sprache des Herzens." -- Jawoll.
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#25
Storytechnisch besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen Teil 1 und Teil 2 - in Teil 2 ist das Storytelling einfach viel ausgeprägter, man fühlt sich einfach stärker integriert, und man weiß endlich wirklich, was die Konsequenzen seines Handelns sind. In GS1 läuft man eben nur den Bösewichten hinterher und hilft dabei allen möglichen Leuten/Städten - man ist einfach viel weniger in die Story eingebunden.

Zum Schwierigkeitsgrad: Im Moment spiele ich den ersten Teil noch einmal, aber diesmal mit Dschinnkombinationen, die mir zwar Zugriff auf gute und passende Psynergy geben, aber die Werte meiner Charaktere ziemlich schlecht lassen. Da ist das Spiel dann wieder etwas fordernder, und es fühlt sich trotzdem nicht so an, als würde man es sich nur selbst schwer machen - wer das Spiel zu einfach findet, sollte das unbedingt mal probieren. Zwinker In Teil 2 gibt es dann ja auch noch den Hard Mode. Na gut, vielleicht auch nicht soooo schwer, aber bei späteren Bossen kann das doch schon auffallen.
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#26
Für mich ist Golden Sun ein absoluter Top-Titel; ich bin ein Anhänger der alten Schule der RPG´s, würde schon von mir behaupten, mich in dem Genre halbwegs gut auszukennen und viele Klassiker bzw. Must-Haves gespielt zu haben; und es gibt für mich in diesem Genre nur einige Titel, welche mich wirklich zum mehrfachen Durchspielen animiert haben. Alleine die Tatsache, dass Leute die ganzen Jahre über noch heiß über dieses Spiel diskutieren (mal abgesehen de Diskussion über GS: DD) , zeugt für mich davon, dass es nicht überbewertet ist o.dgl. Sicher kann man jetzt sagen, dass es damals kaum Konkurrenz für den Titel gab , aber wenn ich mir überlege, was Camelot da aus dem Advance rausgeholt hat, wie kreativ teilweise die Ansätze waren, um eine wirklich gute Grafik zu erschaffen (ich rede von der Pseudo-3D Grafik mit dem perspektivisch versetzten Hintergrund und der Platzierung der Battler/Monster) usw. das macht das Spiel schon besonders für mich.

Das Dschinnsystem ist ein wesentlicher Teil des Spiels, welches es von anderen Konkurrenten abhebt: Die Vielfältigkeit der Kombinationsmöglichkeiten, welche sich daraus ergeben, die Dschinnvariation bei der Anwendung (Animation, Effekt, etc.), die Beschwörungen ... das gute daran ist, dass sie keineswegs ein einfacher Skill sind, den man zündet und dann nach etwas Eyecandy die Gegner wegfegt; die Kriterien, welche man für den Einsatz erfüllt haben muss bzw. welche ja letztendlich wieder aus dem Dschinnsystem kommen, bringen eine schöne Prise Taktik hinein und lassen einem den Einsatz gewisser Dschinns (welche Beschwörung nehme ich, welche Elementaren Dschinns soll ich für den "Verbündet" Zustand wählen, welche könnte ich später noch z.B. als Boost/Schild etc brauchen) gut überlegen.
Dann wäre da noch das Klassensystem, welches für mich noch nie dagewesene taktische Möglichkeiten eröffnet (Welche Klasse soll ich wählen, wie verteile ich die Dschinns am besten, welche Psyenergie kommt für mich in Frage, wie sieht es mit den Werten aus etc.

Dann wäre da noch der Grafikstil, auf welchen ich oben schon fragmentarisch hingewiesen habe. Er hebt sich durchaus vom Einheitsbrei so mancher anderer Konsorten ab und besticht durch Individualität.

Dazu kommt die Psyenergie; mit welcher man nicht nur einen "simplen" Magier hat, jeder Kämpfer kann sie mit unterschiedlichen Effekten anwenden, ohne dass man das klassische Rollenbild Nahkämpfer- Caster hat, wo die Möglichkeiten ja eher beschränkt waren. Auch hier gibt es eine breite Palette an Auswahlmöglichkeiten, welche allesamt schön animiert sind.

Die Geschichte mag für so manchen nicht sonderlich originell klingen, hat aber auch durchaus ihren Charme und Eigenheiten, welche sie von anderen Spielen abhebt. Diese Features in Kombination mit der Musik aus der Feder Motoi Sakurabas, welche meiner Meinung nach selten so passend gewählt wurde, komplettiert den Gesamteindruck des Spiels für mich und ist somit eines meiner Top-Favoriten was JRPG´s angeht.

Puh, jetzt hab ich endlich mal hier ein Statement abgegeben^^
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#27
Zitat:Dann wäre da noch das Klassensystem, welches für mich noch nie dagewesene taktische Möglichkeiten eröffnet (Welche Klasse soll ich wählen, wie verteile ich die Dschinns am besten, welche Psyenergie kommt für mich in Frage, wie sieht es mit den Werten aus etc.
Findest du echt? Hab mir da nie Gedanken drüber gemacht, immer Erd-Dschinns mit Isaac usw verbündet, und manchma getauscht wenn ich Wachstum brauchte. Das mag vllt. viele Möglichkeiten geben, aber das Spiel zwingt einen nie, darüber nachzudenken, weil es so lächerlich einfach ist. Taktische Tiefe habe ich in Golden Sun nur in der Art gemerkt: Wann setze ich welchen Dschinn ein?.. und auch nur beim Kampf gegen Totterbart.

Zitat:Dazu kommt die Psyenergie; mit welcher man nicht nur einen "simplen" Magier hat, jeder Kämpfer kann sie mit unterschiedlichen Effekten anwenden, ohne dass man das klassische Rollenbild Nahkämpfer- Caster hat, wo die Möglichkeiten ja eher beschränkt waren.
Also Isaac und Garet waren doch klar die Nahkämpfer und generell fand ich das Kräftegleichgewicht zwischen Angreifen und Magie sehr unausgeglichen. Hab mit Garet glaub ich im ganzen Spiel zwei Mal gezaubert. Find das System schon ziemlich stumpf.

Zitat:Die Geschichte mag für so manchen nicht sonderlich originell klingen, hat aber auch durchaus ihren Charme und Eigenheiten, welche sie von anderen Spielen abhebt.
z.B. diese unglaubliche Linearität?

Ja, Graphik ist ganz schön für ein GBA-Spiel, das stimmt.
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#28
Antimatzist schrieb:Findest du echt? Hab mir da nie Gedanken drüber gemacht, immer Erd-Dschinns mit Isaac usw verbündet, und manchma getauscht wenn ich Wachstum brauchte. Das mag vllt. viele Möglichkeiten geben, aber das Spiel zwingt einen nie, darüber nachzudenken, weil es so lächerlich einfach ist. Taktische Tiefe habe ich in Golden Sun nur in der Art gemerkt: Wann setze ich welchen Dschinn ein?.. und auch nur beim Kampf gegen Totterbart.

Von den HP her fährt man so ja auch am Besten, bzw. ist es naheliegender,dem jeweiligen Elementardschinn dem Element des betreffenden Adeptens zuzuweisen, wenn man einfach so dahinspielt, okay...
Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist eher niedrig gehalten, das mag stimmen, aber es kommt drauf an wie du herangehst, sprich welche Art von Spieler du bist. Entweder duch zockst es einfach durch, knallst elementtypische Dschinns zum jeweiligen Adepten und ratterst einfach durch, oder dir wird irgendwann einmal die Standard-Psyenergie zu langweilig, und du willst einmal was neues probieren. Ich wollte einfach alle Facetten des Spiels sehen, schauen wie sich Psyenergie x der Klasse y auf den Gegner z auswirkt bzw. wollte ich einfach einmal Abwechslung... Ich habe ja nicht gesagt, dass man es so machen muss, das System gibt einem einfach die Möglichkeiten dazu.. Das einzige Mal wo man wirklich gezwungen wird, ist richtigerweise Totterbart, da gebe ich dir Recht.Was man letztendlich damit macht, bleibt jedem selbst überlassen.

Antimatzist schrieb:Also Isaac und Garet waren doch klar die Nahkämpfer und generell fand ich das Kräftegleichgewicht zwischen Angreifen und Magie sehr unausgeglichen. Hab mit Garet glaub ich im ganzen Spiel zwei Mal gezaubert. Find das System schon ziemlich stumpf.

Sicher kommen Garet und Isaac nicht an den Schaden ran, den Ivan austeilen kann, aber Ragnarök bzw. Eruption können auch ordentlichen Schaden machen,von der Situation abhängig auch richtig effektiv sein (Ivan verreckt bzw muss heilen (Items), es liegt eine Mars-/Venus Schwäche vor) bzw. die Nova-Serie oder die Ronin-Skills haben auch ordentlich Potential. Wenn ich von physischer Angriffsstärke rede, denke ich dann eh eher an Autohits, nicht das Aufheulen der Artefakte, da diese ja ohnehin meist besser sind als die Psyenergie (wenn ich z.B. an Crysantheme denke,in DvE an Excalibur, die Heliosklinge usw. ). Wenn man diese miteinbezieht, ist das Kräftegleichgewicht natürlich komplett durchgewürfelt, da ja die Waffenstärke (inklusive der Aufheuler) weit schneller steigt als die Psyenergie durch die Statboni der LVL-Ups. Ich habe da eher an die klassische Rollenverteilung gedacht, welche man aus frühen Final Fantasys kennt. Isaac und Garet nehmen da eher eine Multirolle ein, nicht einen starren Angriffstyp, woran man dann nichts mehr ändern kann. Ivan kann mit der richtigen Waffe ja auch in den Nahkampf gehen... Letztendlich bleibt es auch hier jedem selbst überlassen, welche Art zu spielen er persönlich vorzieht...

Antimatzist schrieb:z.B. diese unglaubliche Linearität?

Okay, die Handlung ist linear, da muss ich dir zustimmen, das bestreite ich auch nicht ... Aber ich meinte eher die individuellen Charaktereigenschaften (z.B. Garets dümmliche Art, bzw die Reaktionen der anderen darauf, welche manchmal für den einen oder anderen Lacher sorgen, Kradens Randkommentare manchmal etc.), welche im Vergleich zu manch anderen RPG´s zumindest etwas charakterliche Plastizität erzeugen. Schau dir ein Azure Dreams an, ein Vagrant Story usw. bzw Platformkollegen wie Sword of Mana oder ein Breath of Fire I/II... Hier wird auch nicht gerade für höchste Komplexität, wahnsinnigen optionalen Content u.dgl. gesorgt. Es kommt immer drauf an , wie hoch man die Messlatte ansetzt, sicher wird es viele schlechtere Titel geben, genauso wie logischerweise dementsprechend viele bessere Titel geben wird. Jeder hat da andere Präferenzen, genauso wie jeder das Spiel anders wahrnimmt.

Okay, ich bin ein bisschen ins Schwärmen geraten, das gebe ich zu, aber Golden Sun gehört einfach zu meinen 3 Lieblings-Rpg -Serien (Breath of Fire,GS, Grandia),das wird auch so bleiben.^^

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#29
Ich habe jetzt mal nur kurz den Eingangsthread überflogen, den Rest lese ich mir später durch und gebe jetzt unvoreingenommen meine Kritik ab. Vorher möchte ich aber Anitmatzist noch fragen..warum bist du in diesem Forum, wenn du das Spiel für überbewertet hälst? Hat dich ein gewisser Mod dazu genötigt bis du es selbst wolltest oder wie darf man das auffassen? :?

Jud, hier meine Meinung zum Spiel und zwar so zerstückelt wie nur möglich:

-Charaktere-
Mit den Charakteren war ich im Großen und Ganzen zufrieden. Mir ist kein Charakter negativ aufgefallen. Die bösen Buben waren gut gemacht, die Hauptcharaktere waren gut gemacht und alles hat gepasst. Ich hätte zwar gerne mehr über Mia erfahren, weil man wirklich wenig über sie erfährt, aber was solls..über Ivan weiß man halt wenigstens, dass er bei Hammet aufgewachsen und Teil einer Prophezeiung ist, aber bei Mia weiß man nur, dass sie aus Imil kommt und dem Merkur-Clan angehört. Oh, und dass sie Alex kennt. Jedenfalls fällt mir jetzt nicht mehr ein.

-Musik-
Die Musik war mit Abstand das Beste, was ich je in einem GBA-Spiel gehört habe. Selbst die remixte Version vom Champion-Kampf in PKMN Feuerrot verpuffte einfach im Vergleich zu der wunderschönen Musik im Heiligtum von Sol und ganz besonders im Venus-Leuchtturm. Jaja, es gibt halt auch Pornos für die Ohren *schwärm*

-Waffen und Rüstungen-
Da war ich ein wenig enttäuscht, dass sich das Anzeigebild im Kampf nur abhängig vom Waffentyp, nicht aber von der Waffe selbst ändert. Ich hätte es wirklich geil gefunden, hätte man optisch einen Unterschied gemerkt, ob Isaac die Gaia-Klinge oder ein stinknormales Langschwert ausgerüstet hat. Sonst war ich damit aber zufrieden. Die Idee, Waffen und Rüstungen zu verfluchen war irgendwo zwischen fantastisch und hoffnungslos nervig, wenn man nicht gewusst hat, dass es den Priester-Ring gibt Lachen

-Dschinns-
Dschinns waren immer eine große Hilfe, das ist nicht zu bezweifeln. Ob man den gegnerischen Schaden mal eben auf 1/10 reduziert hat, ob man mal eben den Widerstand geboostet hat oder ob man einfach draufgebummst hat - die Dschinns machen Golden Sun einzigartig. Ich liebe die Viecher einfach und selbst die Quahl sie zu suchen macht einem kaum etwas aus.

-Psynergie auf dem Feld-
Diese Idee war wirklich klasse, sowas vermisst man in FF-Ablegern. Die Rätsel mit Psynergie zu lösen war auch sehr besonders an dem Spiel, gerade in den Leuchttürmen war das wirklich cool. Auf so eine Idee muss man erst einmal kommen Smile Gut, ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, wie das ganze funktioniert und wie ich Wachstum bekomme, aber rückblickend..awesome.

-Psynergie im Kampf-
Gleichzeitig ein Minus- und ein Pluspunkt. Psynergien wir Ragnarök waren toll, einige andere waren..unnötig. Ich habe mit Garet und Isaac selten Psynergie benutzt, wenn es nicht Hitzewelle oder Ragnarök/Heilzauber waren. Mit Ivan und Mia zwar umso mehr, aber ich finde es schade, dass man Garets Psynergien gar nicht richtig benutzen kann, weil er immer als letzter drankommt (ausgehend von normaler Dschinnvergabe und ohne Items) und somit entweder nur noch einen Gegner hat oder weinend auf dem Boden liegt, weil er nie drankommt Lachen

-Bosskämpfe-
Die waren auch gut, aber ich fand es komisch, dass der Effekt der Todesklinge bei vielen Bossen gewirkt hat. Ertränkung soll angeblich sogar bei Menardi und Saturos klappen, habe ich aber nie ausprobiert. Alles in allem waren die Bosskämpfe aber gut, auch die Musik war immer passend. Zu schwer? Nichtmal mit einer total chaotischen Dschinnverteilung. Zu leicht? Höchstens überlevelt und mit allen Dschinns. Meine Meinung Zwinker

-Handlung-
Die Handlung war ein wenig linear, man wusste halt schon die ganze Zeit, dass man am Ende gegen Saturos und Menardi battlen und die Welt hoffentlich retten wird. Was unterwegs so passierte fand ich teilweise schon schön, aber nicht so unglaublich berauschend. Die Dialoge im Spiel waren teilweise schon ein bisschen zu ausführlich, aber das ist ja quasi Standard. Das mit den Ja-Nein-Fragen fand ich lustig, aber stellenweise sinnlos. Leider gibt es nicht so viel zur Handlung zu sagen, weil sie wie gesagt ein wenig linear ist..dass sie im zweiten Teil aber mit Felix fortgeführt wird und nicht mit Isaac (der nebenbei gemerkt im zweiten Teil sogar spricht) fand ich überaus originell und überraschend.

-Grafik-
Muss man dazu was sagen? Beste GBA-Grafik, die ich jemals gesehen habe. Wenn ich nur an Ragnarök und die Entfesselung von Isaacs stärksten Schwert nachdenke, sage ich sofort, dass dieses Spiel uneingeschränktes Lob verdient.

Fazit:
Das Spiel bekommt von mir 9,7 von 10 Punkten, weil mir die Dialoge eben teilweise zu lang waren. Insgesamt betrachtet ist Golden Sun aber selbst heute noch eines der Spiele, wo ich mir nur noch denke: "Woah, jetzt Golden Sun zocken..das wärs.", und das schaffen nicht viele Spiele.

Gut, jetzt lese ich mir die anderen Meinungen durch Smile
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#30
(07.10.2010, 20:56)Kitsune schrieb:
Antimatzist schrieb:z.B. diese unglaubliche Linearität?
Schau dir ein Azure Dreams an, ein Vagrant Story usw. bzw Platformkollegen wie Sword of Mana oder ein Breath of Fire I/II... Hier wird auch nicht gerade für höchste Komplexität, wahnsinnigen optionalen Content u.dgl. gesorgt.

Naja, BoF und Sword of Mana sind Remakes und halt auch schon ewigst alt im original, und für 92 (oder wann BoF 2 rauskam) hatte es schon ordentlich Bonuscontent und Secrets und Story. Aber ein Spiel wie Azure Dreams hat z.B. noch diesen Monstersammelsucht-Effekt und Vagrant Story.. ach kann zu dem Spiel nix sagen, habs nur bis 5h gespielt, kam dann nicht weiter.

Zitat:Vorher möchte ich aber Anitmatzist noch fragen..warum bist du in diesem Forum, wenn du das Spiel für überbewertet hälst? Hat dich ein gewisser Mod dazu genötigt bis du es selbst wolltest oder wie darf man das auffassen? :?
DAS frag ich mich auch manchmal Lachen Nein, ich sag ja nicht, dass Golden Sun schlecht ist, es ist für mich, hm, ja sone 6/10 oder 7/10, so in dem Bereich. Nur wird es einfach oft so dargestellt, als ob GS DAS RPG-Erlebnis schlechthin sei (und unzählige Fanboystimmen im Forum bestätigen das nur für mich...) und das ist es imo einfach nicht.

Zitat:Diese Idee war wirklich klasse, sowas vermisst man in FF-Ablegern. Die Rätsel mit Psynergie zu lösen war auch sehr besonders an dem Spiel, gerade in den Leuchttürmen war das wirklich cool. Auf so eine Idee muss man erst einmal kommen
Das ist keine Idee, sondern ein Gameplayelement, das schon oft vorkam (Lufia 2 und Wild Arms fallen mir da spontan ein). Für mich machts keinen Unterschied, ob es Zauber sind oder Items, die man benutzt. Wobei ich in der Hinsicht glaube ich (mittlerweile) zus treng mit dem Spiel bin, es gibt schon wenig Spiele, die überhaupt so "Rätsel" besitzen, meistens gibt es ja nur Schieberätsel.

Zitat:Zu leicht? Höchstens überlevelt und mit allen Dschinns.
Nope. Also klar hatte ich irgendwann alle Dschinns, aber überlevelt war ich ganz sicher nie.

... und nach deinen Ausführungen kann ich 9,7/10 überhaupt nicht nachvollziehen.

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